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Sambia: Eine Liebeserklärung

In meinem Sambia-Reiseführer steht:

„Rechnen Sie immer damit, dass ein Baum quer über die Straße liegt, eine Brücke weggespült wurde, die Fähre nicht in Betrieb oder die Piste einfach zugewachsen ist. Erwarten Sie nicht zu viele Wegweiser, denn die sind Mangelware. Schilder aus Holz werden von Termiten gefressen oder fallen Bränden zum Opfer; Metallschilder lassen sich wunderbar zu afrikanischen Alltagsartikeln umarbeiten.
Wir geben uns viel Mühe, genaue Informationen zu liefern. Aber auch wir können nicht voraussagen, wann Tankstellen keinen Sprit haben, Supermärkte abbrennen, Grenzer neue Gebühren verlangen oder Lodges in den Luangwa stürzen. Manchmal sind die Lebensmittelregale frisch aufgefüllt, ein andermal heißt es nur „maybe tomorrow“. Manch einer hat Probleme bei Polizeikontrollen, andere genießen den Smalltalk mit den Beamten. Wenn die Kinder „sweetie, sweetie“ rufen kann man sich belästigt fühlen oder einfach nur freudig zurück grüßen. Letztendlich liegt es an jedem selbst, wie er die Eindrücke und Erfahrungen bewertet. Nicht umsonst heißt es: „Zambia, the real Africa“.“

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… Gedankensplitter in meinem Alltag  |  Bilder in meiner Erinnerung …

Sambia, ich vermisse deine Städte. – Heiß und staubig, bunt und laut. – Die Rufe von Straßenverkäufern und Minibusfahrern, der Anblick von prachtvoll blühenden Bäumen in allen Farben des Regenbogens. – Lusaka, ja du kannst anstrengend sein, doch du überraschst mich immer wieder mit deiner ganz eigenen Struktur im vermeintlichen Chaos.

Sambia, ich vermisse deine Menschen. – Friedliebend, warmherzig, neugierig und hilfsbereit. – Die Fremdheit und Schönheit deiner Kinder fesselt mich, große neugierige Knopfaugen, ein schüchteres Lächeln mit strahlendweißen Zähnen. – Ich kann meinen Blick kaum abwenden von bildhübschen schlanken großen Frauen mit geheimnisvollen Gesichtszügen.

Sambia, ich vermisse deine Natur. – Trockene Hitze, sinnflugartiger Regen. – Deine vielfältigen Landschaften und deine phänomenale Tierwelt. – Am Autofenster hängen und nicht genug bekommen von stundenlangem Naturfernsehen über hunderte Kilometer. – Ein glutroter Feuerball, der die Savanne in warme Farben taucht. – Gigantische Baobab-Bäume, rote Erde, unendliche Weite.

Sambia, du bist ein ungeschliffener Diamant im Herzen Afrikas. – Ich kann mich nicht sattsehen an deinem Licht, mich nicht sattfühlen an deinem warmen Wind. – Es gibt in meiner Muttersprache zu wenige Wörter um dich zu beschreiben.

Zambia, my real Africa, wir sehen uns wieder…

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